Existenzgründerseminare sind Schulungen für Personen, die eine neue Existenz aufbauen möchten. Da der Weg in die Selbstständigkeit einer sorgfältigten Vorbereitung bedarf und von der Markterkundung bis zur Rechtsform und Sicherstellung der Finanzierung viele relevante Details für die Existenzgründung zu klären sind, empfiehlt es sich, vor der Existenzgründung ein Existenzgründerseminar zu besuchen. Existenzgründerseminare werden als Einzel- oder Gruppenschulungen tage- oder wochenweise und in allen größeren Städten angeboten.
Während eines Existenzgründerseminars sollen Experten den Teilnehmern anschaulich und praxisnah betriebswirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Kenntnisse nahebringen. Idealerweise erhalten die Teilnehmer der Existenzgründereminare Tipps zu Fördermöglichkeiten und Zuschüssen, Konzepterstellung, Marketing, Motivation und zur aktuellen Entwicklung im Gründungsbereich.
In einem Existenzgründerseminar soll der angehende Existenzgründer unterstützt werden bei der Erstellung eines Businessplans, bei Finanz-, Liquiditäts- und Rantabilitätsplanung, bei der Ertrags- und Einkommensplanung, bei Versicherungsfragen, bei bei Eintragung /Anmeldung des Unternehmens, bei der Suche nach günstigen Anbietern für Werbung, Telefon, EDV, Software, Bürobedarf etc. Die Teilnahme an einem Existenzgründerseminar kann von der Arbeitsagentur gefordert werden, wenn der angehende Selbstständige Antrag auf Gründungszuschuss gestellt hat und Zweifel an seiner Eignung bestehen.
Als Existenzgründung bezeichnet man die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit, wobei hier zwischen verschiedenen Arten, wie der Vollzeit – oder Teilzeitgründung, zu unterscheiden ist. Formal erfolgt die Anmeldung der selbstständigen Tätigkeit beim Gewerbeamt oder bei Freiberuflern durch Anmeldung der Tätigkeit beim zuständigen Finanzamt. Damit ist der erste Teil der Existenzgründung abgeschlossen.
Die Wahl eines bestimmten Wegs in die Selbständigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab. Doch bevor Sie sich für eine Existenzgründung entscheiden, sollten Sie sich zunächst kompetent beraten lassen und ebenfalls selbstkritisch hinterfragen. Denn eine Existenzgründung bedeutet von Beginn an einen entschiedenen Wandel im Alltagsleben und wird immer wieder aufs Neue von Herausforderungen geprägt.
In vielen Fällen begleitet der Staat die ersten Schritte einer Existenzgründung mit Hilfe von Programmen wie dem Gründerzuschuss oder dem Einstiegsgeld, aber auch Beratungen und Schulungen. Fördermittel werden nach bestimmten Kriterien vergeben, so dass stets zu prüfen ist, welches Förderprogramm für die jeweilige Existenzgründung zutreffend ist. Speziell gerichtet sind solche Programme an Akademiker, Handwerker, Studenten und Frauen.
Die Existenzgründung als Kunstschmied ist eine gewerbliche Existenzgründung und somit muss der Kunstschmied beim Gewerbeamt angemeldet werden. Existenzgründer können als Kunstschmied Zuschüsse bzw. Fördermittel bei der Arbeitsagentur beantragen. Für die Beantragung benötigt der Kunstschmied den Antrag für Gründungszuschuss (ALG1 Bezug) oder den Antrag für Einstiegsgeld (ALG2 Bezug).
Weiterhin benötigt der Kunstschmied bei Existenzgründung noch folgende Unterlagen: Businessplan, Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsvorschau, Lebenslauf, Gewerbeanmeldung, fachkundige Stellungnahme, fachliche Qualifikationen für den Kunstschmied sowie ggf. einen Nachweis über die Teilnahme an einem Existenzgründerseminar in Form von einem Zertifikat für das Gründerseminar.