Investitionsgüter

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 14:03

Als Investitionsgüter werden langlebige Gebrauchsgüter bezeichnet, die zur Verwendung im Produktionsprozess und der Veredelung von Gütern oder Dienstleistungen dienen. Ein Merkmal von Investitionsgütern ist, das sich diese nicht abnutzen oder bei der Verwendung umwandeln.

Investitionsgüter können Grund- und Boden sowie die darauf gebauten Gebäude bzw. bautechnischen Anlagen darstellen. Auch Nutz- und Verkehrsflächen, Maschinen und Werkzeuge, technische Anlagen und Systeme können Investitionsgüter darstellen. Im Rahmen der Buchführung erfolgt die Zurechnung der Investitionsgüter zum Anlagevermögen.

Nach einer anderen Begriffsdefinition von Investitionsgütern können diese als industrielle Erzeugnisse bezeichnet werden, die zur Produktion von Gütern und Dienstleistungen bestimmt sind. Zur Unterstützung des Absatzes von Investitionsgütern kommt das Investitionsgütermarketing als Marketing von Produktionsfaktoren zum Einsatz.

Handwerksbetriebe

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 19:23

Handwerksbetriebe fertigen Produkte oder bieten Dienstleistungen an, die von Auftraggebern bestellt werden. Handwerksbetriebe unterliegen in Deutschland der Handwerksordnung  und können als Kleinbetriebe, mittelständige Betriebe oder Großbetriebe organisiert werden. Handwerksbetriebe sind in der Regel lokal oder regional organisiert und fragen dementsprechend Arbeitskräfte auf dem Arbeitsmarkt dieser Region nach und nutzen den Absatzmarkt vor Ort für ihre gewerbliche Tätigkeit.

Der Erfolg der Handwerksbetriebe ist abhängig von der Qualifikation der beschäftigten Arbeitskräfte und der Güte des dem Betrieb zugrundeliegenden Unternehmenskonzept. Problematisch gestaltet sich der Umstand, dass in der Regel weniger als 50% der Beschäftigten der Handwerksbetriebe Facharbeiter darstellen. Auch die unzureichenden Fortbildungsmöglichkeiten speziell in kleinen Handwerksbetrieben stellt ein Problem zur Sicherung der Qualität der produzierten Waren dar.

Prinzipiell sind Handwerksbetriebe in vielfältigen Formen am Markt zu finden. Die Ausgestaltung als Industriezuliefererbetrieb und  absatzorientierter Endverbraucherbetrieb sind in Deutschland zu finden. Ein Problem für die Handwerksbetriebe stellt der hohe Anteil an Schwarzarbeit (15% des BIP) dar. Handwerksbetriebe sind in Deutschland in 41 zulassungspflichtigen, 53 zulassungsfreien und 57 handwerksähnlichen Gewerben tätig.

Grenzkosten

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 11:18

Im Rahmen der Mikroökonomie werden die Kosten die durch eine zusätzlich produzierte Einheit eines Produktes entstehen als Grenzkosten bezeichnet. Rechnerisch kann die Grenzkostenfunktion als erste Ableitung der Kostenfunktion gebildet werden. Diese kann einen linearen oder nicht-linearen Verlauf annehmen.

Der lineare Verlauf der Kosten ist in der Realität so gut wie nie anzutreffen da in diesem Fall gilt, dass die Grenzkosten gleich den variablen Kosten sind. Realitätsnäher ist der Ansatz des nicht-linearen Kostenverlaufs der sich aus einer ertragsgesetzlichen Kostenfunktion ergibt. Die Grenzkosten sinken in der Regel mit zunehmender Produktionsmenge aufgrund von Skalenerträgen und Lernkurveneffekten. Unabhängig vom unterstellten Kostenverlauf schneidet die Grenzkostenfunktion die Durchschnittskostenfunktion in deren Minimum. In wie weit ein Unternehmen die Grenzkosten zur Unternehmenssteuerung einsetzt, sollte bereits vor der Unternehmensgründung im Rahmen der Erstellung eines Businessplan Existenzgründung berücksichtigt werden.

Unternehmen streben im Allgemeinen die Gewinnmaximierung an. In kurzfristiger Sicht kann diese unter der Bedingung dass die Grenzkosten den Grenzerlösen entsprechen, umgesetzt werden kann. Mit Hilfe der Grenzkosten können Unternehmen in kurzer Frist effektiv Preisgestaltungen durch die Ermittlung der Preisuntergrenze vornehmen.

Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 17:59

Ist ein Gesellschafter einer Personen- oder Kapitalgesellschaft gleichzeitig Eigen- und Fremdkapitalgeber wird diese Form der Fremdfinanzierung  Gesellschafter-Fremdfinanzierung genannt. Über die Vergabe von Darlehn wird die Gesellschafter-Fremdfinanzierung realisiert. Diese Form der Kapitalbereitstellung ist für Einzelunternehmer im Rahmen ihrer Selbstständigkeit unmöglich. Steuerlich kann eine Gesellschaft nur als Kapitalgesellschaft den Zinsaufwand gegenüber dem darlehnsgebenden Gesellschaft steuerlich in voller Höhe geltend machen. Eine Gewerbesteuerminderung erfolgt aber nur zu 75% des Zinsaufwandes.

Problematisch gestaltet sich bei dieser Art der Fremdkapitalfinanzierung die Gefahr der Verlagerung der Steuerschuld in Niedrigsteuerländer im Falle einer räumlichen Distanz zwischen Gesellschafter und Gesellschaft.

Als Gegenmaßnahme wurde 2002 im Rahmen des Steuervergünstigungsabbaugesetz über den § 8a KStG eine Beschränkung der Abzugsfähigkeit von Zinsen in Form einer verdeckten Gewinnausschüttung untersagt. Da diese Regelung  mit dem EG-Vertrag unvereinbar ist, wurde im Jahre 2004 eine Neufassung des § 8a KStG durchgeführt. Im Rahmen der Unternehmenssteuerreform im Jahr 2008 wurde dieses Verbot durch die Zinsschrankenregelung ersetzt.

Geld verleihen

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 14:40

Viele Stellen und Institutionen die Geld verleihen sind für einen Gründer im Rahmen seiner Existenzgründung zur Beschaffung von finanziellen Mitteln interessant. Häufig stehen Gründer, gerade zu Beginn der Umsetzung ihrer Geschäftsidee vor dem Problem, einen geeigneten Kapitalgeber auszuwählen und einen Überblick über die verschiedenen Voraussetzungen zur Gewährung eines Kredites zu erhalten.

Grundsätzlich besteht für Gründer und Unternehmer die Möglichkeit mit Eigenkapital oder Fremdkapital eine Finanzierung ihres Unternehmenskonzepts zu realisieren. Besteht keine Möglichkeit über Einlagen aus dem Privatvermögen das Eigenkapital zu erhöhen, kommt die Beschaffung von Fremdkapital in Betracht.

Kreditinstitute verleihen Geld in Form von Darlehn an Unternehmer oder Gründer, die als Gegenleistung Sicherheiten stellen und einen Businessplan Bankfinanzierung vorlegen müssen. Sicherheiten können in Form von Grundpfandrechten, Bürgschaften, Forderungsabtretungen, Verpfändungen und der Sicherungsübereignung erfolgen.

Über die Vorlage eines tragfähigen Businessplans wollen sich Kreditgeber über eine Risikoanalyse gegenüber Zahlungsausfällen beim Geld verleihen absichern. Dazu muss der einzureichende Businessplan von einer fachkundigen Stelle auf seine Tragfähigkeit hin überprüft werden.

Auch verleihen Beteiligungsgesellschaften ihr Geld in Form eines Risikokapitals für welches ähnliche Voraussetzungen wie für die Darlehnsvergabe bestehen. Werden alle Anforderungen vom Geldleihenden erfüllt kann eine Zusage zum Geld verleihen erfolgen.

Fördermaßnahmen

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 15:32

Fördermaßnahmen sind staatlich unterstützte Maßnahmen die in Geldwerten oder günstigen Vertragsbedingungen (Zinsen + Tilgung) zum Zwecke der Unterstützung bestimmter Projekte oder Einkommensarten vergeben werden. Im Rahmen einer Existenzgründung kann ein Existenzgründerzuschuss gewährt werden. Anspruch auf diesen haben Empfänger von Arbeitslosengeld I.

Ferner können im Rahmen einer Existenzgründung oder anderen Belangen zinsgünstige Bankdarlehn als Fördermaßnahmen ausgegeben werden. Oft ist für diese die Erstellung und Vorlage eines schlüssigen Businessplans von Nöten. Die Erstellung eines Businessplans kann bspw. über eine kostenlose Businessplan Software erfolgen.

Ebenfalls kann die Stellung  von Sicherheiten gefordert werden um Fördermaßnahmen zu erhalten. Kredite werden bspw. zu besonderen Tilgungs-, Zins- und Laufzeitbedingungen vergeben. Insbesondere existieren Fördermaßnahmen zur Unterstützung der Gründung einer Unternehmergesellschaft. Dabei wird ein pauschaler Betrag zur sozialen Sicherung des Existenzgründers bezahlt. Diese Förderungsmaßnahme unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt und wird für den Zeitraum von drei Jahren in sinkenden Beträgen gewährt. Eine andere Art der Förderungsmaßnahmen stellt das Überbrückungsgeld gem. § 57 SGB III dar. Dieses wird bei Bewilligung für sechs Monate gezahlt. Zur Gewährung des Überbrückungsgelds ist ein Antragsverfahren bei der IHK erforderlich.

Die veröffentlichten Artikel der letzten Wochen

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 15:28

Diverse Fachartikel zu Begriffen die im Wirtschaftsalltag notwendig sind wurden in de letzte Wochen veröffentlicht. Dazu soll folgend eine kurze Zusammenfassung erfolgen. Der Bruttogewinn stellt den Gewinn vor Abzug der fixen Kosten dar und findet Anwendung in der Kostenrechnung als Deckungsbeitrag. Der Bruttogewinn ist der Gewinn der zur Deckung der fixen Kosten verbleibt. Wie der Bruttogewinn errechnet wird und welche strategischen Maßnahmen aus diesem abgeleitet werden können erfahren Leser im Artikel “Der Bruttogewinn“. Im Rahmen des Datenschutzes werden die persönlichen Daten des Einzelnen vor Missbrauch geschützt. Hintergrund des Datenschutzes stellt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung dar. Das bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich frei entscheiden darf in welchem Umfang welcher Person zu welcher Zeit persönliche Daten zugänglich sein sollen. welche Relevanz der Datenschutz im Rahmen des Internets hat stellt der Artikel zu Datenschutz dar. Der Diskont stellt einen Zinsbetrag dar, der beim Ankauf einer noch nicht fälligen Forderung für den Zeitraum zwischen Ankauf und Fälligkeit abgezogen wird. Anwendung findet der Diskont für Wechsel die von einer Bank vor Fälligkeit angekauft werden. Welche Vor- und Nachteile mit dem Diskont verbunden sind zeigt der Artikel “Der Diskont” auf.

Elster stellt ein elektronisches Verfahren der deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes zur Erstellung und Abgabe der Steuerklärung und der Steueranmeldungen über das Internet dar. Wie dieses genutzt wird und welche Sicherheitsanforderungen bestehenen verräht der Artikel “Das Elster Verfahren für Unternehmer und Arbeitgeber“. Das Familienunternehmen stellt eine Unternehmensform dar, bei der ein maßgeblicher Einfluss der Familie bzw. eines beschränkten Eigentümerkreises besteht. Häufig werden Familienunternehmen auch als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bezeichnet. Der Artikel “Das Familienunternehmen” gibt Aufschluss über die Merkmale und die Verbreitung von Familienunternehmen in Deutschland.

Das Familienunternehmen

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 11:22

Das Familienunternehmen stellt eine Unternehmensform dar, bei der ein maßgeblicher Einfluss der Familie bzw. eines beschränkten Eigentümerkreises besteht. Häufig werden Familienunternehmen auch als kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bezeichnet. Diese synonyme Verwendung der Begriffe ist nicht korrekt, da KMUs allein durch bestimmte quantitative Größenstrukturen gekennzeichnet sind und das Familienunternehmen familienbezogene Eigentums- und Leitungsstrukturen aufweist. Merkmal des Familienunternehmens ist die Leitung des Unternehmens durch die kapitalmäßigen oder kontrollrechtlichen Eigentümer selbst oder in Kooperation mit Fremdmanagern.

Der Einfluss der Familie kann im Familienunternehmen durch Beteiligungen an der Geschäftsleitung, Stimmrechte oder über die Aufsichtsgremien maßgeblich bestimmt werden. Der Einfluss innerhalb eines Familienunternehmens entwickelt sich ferner über die     generationsübergreifenden Erfahrungen innerhalb der Eigentümerfamilie. Familienunternehmen haben in der Regel ebenfalls eine familiengeprägte Unternehmenskultur.  Problematisch gestaltet sich oft in Familienunternehmen die Nachfolgeregelung in Bezug eines anstehenden Wechsels der Geschäftsführung. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft erwirtschaften Familienunternehmen tendenziell eine höhere Rendite als sonstige Unternehmensformen. Dennoch ist der Fremdfinanzierungsanteil bei Familienunternehmen mit circa 84% höher als bei anderen Unternehmen. Diese Merkmale lassen auf schlüssige und erfolgversprechende Businesspläne bei Familienunternehmen schließen, die als Grundlage für die Fremdkapitalbeschaffung dienen. Die Möglichkeit der Businessplan Bankfinanzierung stellt für Unternehmen eine adequate Möglichkeit dar ihre Fremdkapitaldecke zu erhöhen.

Gemäß Erkenntnissen des Instituts für Mittelstandsforschung stellen circa 95% der in Deutschland ansässigen Betriebe und Firmen Familienunternehmen dar. Der Anteil der deutschlandweit tätigen Familienunternehmen beträgt circa 40% des Gesamtumsatzes aller Unternehmen in Deutschland. Familienunternehmen stellen ferner etwa 57% der in Deutschland verfügbaren Arbeitsplätze.

Das Elster Verfahren für Unternehmer und Arbeitgeber

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 18:47

Elster stellt ein elektronisches Verfahren der deutschen Steuerverwaltungen aller Länder und des Bundes zur Erstellung und Abgabe der Steuerklärung und der Steueranmeldungen über das Internet dar. Die Abgabe der Lohnsteueranmeldungen und Umsatzsteuer-Voranmeldungen sowie die Lohnbescheinigungen von Arbeitnehmern haben seit dem Jahr 2005 alle in Deutschland steuerpflichtigen Arbeitgeber und Unternehmer im Rahmen ihrer Selbstständigkeit über das elektronische Elster-System abzuwickeln.

Im Rahmen des Elster Verfahrens haben die Anwender ihre Steuerdaten elektronisch zu erfassen und durch die Programmbibliothek von Elster zu prüfen, zu verschlüsseln und zu komprimieren und anschließend verschlüsselt zu übermitteln.

Die Übermittlung kann dabei über das Steuerprogramm über zwei Kommunikationsmöglichkeiten übertragen werden. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der genutzten Kommunikationsprotokolle und der Datenformate. Die Elster-Webseite bietet Unternehmern und Privatanwendern eine kostenlose Software namens ElsterFormular an. Zur Nutzung des elektronischen Verfahrens ist aus Sicherheitsgründen eine Authentifizierung über eine elektronische Signatur notwendig. Das Elster Verfahren bietet dazu 3 verschiedene Varianten der Authentifizierung an.

Der Diskont

Abgelegt unter: Lexikon — JG @ 16:29

Der Diskont stellt einen Zinsbetrag dar, der beim Ankauf einer noch nicht fälligen Forderung für den Zeitraum zwischen Ankauf und Fälligkeit abgezogen wird. Anwendung findet der Diskont für Wechsel die von einer Bank vor Fälligkeit angekauft werden. Durch den Verkauf zum Diskont kann sich der Verkäufer kurzfristige Liquidität verschaffen.

Der Verkäufer erhält den Nennwert des Wechsels abzüglich des Diskontsatzes ausgezahlt. Lohnenswert sind Wechselankäufe in der Regel nur für Wechsel mit einer Restlaufzeit von mindestens 3 Monaten. Die Ermittlung des Diskontsatzes erfolgt in Anlehnung an den Diskontsatz der Deutschen Bundesbank. Die Berechnung des Diskont erfolgt prozentual vom Nennwert bezogen auf ein Jahr.

Ein Existenzgründer der gerade seine Geschäftsidee als Konzept umgesetzt hat erhält die Möglichkeit über die Diskontierung einer Forderung kurzfristig liquide Mittel zu generieren.

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