Kundenbindung
Im Rahmen der Kundenbindung versuchen Unternehmen Stammkunden aus der Laufkundschaft zu gewinnen und zu halten. Um zu erreichen, dass Personen oder Institutionen regelmäßig über einen längeren Zeitraum Geschäftsbeziehungen unterhalten werden je nach Branche unterschiedliche Maßnahmen eingesetzt.
Im Handel werden Kunden durch Belohnungen nach einem Kauf-Akt in Form von Geschenken, Boni und Prämien bzw. vor dem Kauf durch Rabattankündigungen oder während des Kaufs über die bevorzugte Behandlung animiert, in wiederholender Form Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmen wie beispielsweise einer Unternehmergesellschaft zu unterhalten. Im Geschäftskundenbereich werden Studien zufolge die größten Erfolge in der Kundenbindung über privat nutzbare Vergünstigungen erreicht. Als Maßnahmen einer gezielten Kundenbindung im Handel können Kundenzeitschriften, Newsletter, Couponing, Kundenkarten und Werbespiele zum Einsatz kommen.
In der Industrie wird mit der Kundenbindung die hohe Wahrscheinlichkeit des Zustandekommens eines Folgeauftrags verstanden. Kommen Kundenbindungsprogramme zum Einsatz wird über die Einteilung der Kunden nach Attraktivität eine Abstufung in der Intensität der Anstrengungen zur Kundenbindung realisiert.
Idealtypisch sind ist dabei die Klassifikation in A-Kunden die den größten Umsatz- und Gewinnanteil ausmachen und über Schulungs- und Kooperationsangebote gebunden werden sollen, B-Kunden die einen hohen Anteil am Tagesgeschäft aufweisen und mit Serviceleistungen gebunden werden und C-Kunden für die kaum bis kein Kundenbindungsinteresse besteht, gebräuchlich.